Mülltrennung - Der Umwelt zu liebe


Altöl

Dass Altöl im Grundwasser, in Bächen, Flüssen und Seen zu großen Schäden führt, ist bekannt. Schon kleinste Mengen, die durch unsachgemäße Entsorgung in unsere Gewässer oder in den Boden gelangen, führen zu erheblichen Verschmutzungen: Wussten Sie zum Beispiel, dass bereits ein einziger Liter Öl eine Million Liter Trinkwasser unbrauchbar macht ?

Wohin also mit gebrauchtem Motor- und Getriebeöl? Überall dort, wo Sie ihr Frischöl kaufen, können Sie auch später das Altöl wieder abgeben. Denn jeder Händler, der Öl verkauft, ist dazu verpflichtet, gebrauchte Motor- und Getriebeöle in der bei ihm gekauften Menge kostenlos zurückzunehmen.

Dazu muss er Sammelstellen vorweisen, auf die er durch Hinweistafeln aufmerksam macht.

Eine solche Annahmestelle muss der Händler am Verkaufsort oder in zumutbarer Entfernung vom Verkaufsort einrichten.

Altöle müssen dort kostenlos angenommen werden, wenn die entsprechende Frischölmenge bei diesem Händler gekauft wurde.

Auch gebrauchte Ölfilter, leere Behälter und ölverschmutzte Putzlappen können dort abgegeben werden.

Zudem muss jede Annahmestelle eine Einrichtung zum fachgerechten Ölwechsel besitzen. Eine Hebebühne oder eine Grube ist dafür allerdings nicht erforderlich.

Nutzen Sie die Annahmestellen der Händler! Denn Altöl gehört nicht zur Schadstoffsammelstelle. Wenn Sie Ihr Altöl dennoch bei der Schadstoffsammelstelle abgeben, zahlen Sie letztlich doppelt: Zum einen beim Kauf des Frischöls und zum anderen über die von dem Landratsamt erhobenen Müllgebühren.

Zum Schluss noch zwei Hinweise:

  • Kleben Sie den Kassenbon über die gekaufte Frischölmenge direkt auf den Kanister, damit Sie sicher sein können, dass der Händler Ihr Altöl wieder zurücknimmt. Verschiedene Geschäfte geben auch Chips aus, die zur Rückgabe des Altöls berechtigen.
  • Altöle dürfen nicht mit anderen Flüssigkeiten oder untereinander gemischt werden. Andernfalls können sie nicht wieder aufbereitet werden und müssen als teurer Sondermüll entsorgt werden.


Altglas und Dosen

Über die rund 200 Wertstoffinseln im Landkreis werden jährlich ca. 3.300 Tonnen Altglas und knapp 600 Tonnen Altmetall gesammelt und einer Wiederverwertung zugeführt.

Bitte beachten Sie beim Einwerfen einige Regeln, um einen problemlosen Ablauf zu gewährleisten:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner und werfen Sie nur werktags zwischen 7.00 und 19.00 Uhr ein.
  • Sollte der Container bereits voll sein, ist der Vertragspartner des DSD (Duales System Deutschland), bei uns die Firma Höglmeier, dankbar für Ihren kurzen Hinweis. (Tel. 09141/86100)

Glascontainer:

  • nach Farben sortieren. Im Zweifelsfall farbiges Glas zum Grünglas geben.
  • Gläser brauchen nur grob gereinigt sein, Etiketten nicht entfernt werden.
  • Verschlüsse und Deckel sollten vor dem Einwurf entfernt werden.

Zum Altglas gehören:

  • Alle Einwegflaschen, Marmeladen- und Konservengläser

Nicht zum Altglas gehören:

  • Flach-, Fenster-, Verbundglas
  • Spiegel
  • feuerfestes Glas
  • Bleikristall
  • Glühlampen, Leuchtstoffröhren
  • Keramik, Porzellan

Metall-Container:

In die Metall-Container gehören:

  • Getränke-, Konservendosen
  • Spray-, Farbdosen, Tuben (leer)
  • Metalldeckel
  • Alufolie
  • Kronkorken, Schraubverschlüsse

Nicht in die Metall-Container gehören:

  • Töpfe, Pfannen
  • Schrott
  • Werkzeug


Asbest und Nachtspeicheröfen

Auf Grund seiner hervorragenden Eigenschaften wurde Asbest früher in unzähligen Produkten eingesetzt, obwohl seit Langem die krebsauslösende Wirkung der Asbestfasern bekannt war.

Abbruch- und Sanierungsarbeiten von asbesthaltigen Stoffen dürfen nur von sachkundigen Personen durchgeführt werden.

Auch bei kleineren Arbeiten mit asbesthaltigen Stoffen hat jeder zum Wohl der Allgemeinheit die Vorschriften zum Umgang mit Asbestprodukten zu beachten.

Nachtspeicheröfen können auch heute noch Asbestteile enthalten. Informationen geben die jeweiligen Gerätehersteller oder Energieversorgungsunternehmen. Mit der Entsorgung asbesthaltiger Geräte muss unbedingt eine Fachfirma beauftragt werden, die über die notwendige Sachkunde nach den technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 519) verfügt. Namen und Adressen solcher Firmen erfahren Sie über die Abfallberatung (09141/902-283).

Eine Entsorgung über die Sperrmüllsammlung ist nicht möglich!

Asbest ist nicht der einzige äußert gefährliche Bestandteil von Nachtspeicheröfen. Die verwendeten Speichersteine können sehr hohe Mengen an giftigen bzw. krebserzeugenden Chromat (Chrom-VI) enthalten. Deshalb empfiehlt sich, auch diese Geräte nur von Fachfirmen entsorgen zu lassen !

Entsorgung asbesthaltiger Baustoffe:

  • Asbestzementstoffe dürfen nur auf der Hausmülldeponie in Cronheim oder Bauschuttdeponie der Firma Franken-Schotter in Dietfurt abgelagert werden. Die Anlieferung ist anzumelden.
  • Asbestzementabfälle dürfen nicht mit anderem Bauschutt vermischt werden.
  • Um ein Freisetzen von Asbestfasern zu verhindern, müssen die Asbestzementabfälle entweder mit faserbindenden Mitteln behandelt (zumindest mit Wasser durchfeuchten) oder in Folie bzw. andere geeignete dichte Behältnisse verpackt werden. Schon beim Abbau ist darauf zu achten, großflächige Asbestzementplatten möglichst nicht zu zerkleinern.

Leichtgebundene Asbestprodukte (z. B. Dichtungen, Schnüre etc.) werden nur hydraulisch gebunden und verfestigt (z. B. mit Zement) auf der Hausmülldeponie in Cronheim angenommen.

Unsere Tipps:

In keinem Fall dürfen eigene Untersuchungen, bei denen Asbeststaub freigesetzt wird, unternommen werden!

Die Entfernung asbesthaltiger Baustoffe überlassen Sie in jedem Fall einer Fachfirma - denn bei unsachgemäßer Handhabung kann die Belastung der Atemluft auf mehrere Millionen Fasern pro Kubikmeter Luft ansteigen. Versuchen Sie nie, Asbestprodukte selbst zu entfernen! Gleiches gilt auch für die Reinigung von Asbestzement-Wand oder -Dachplatten mit Drahtbürsten oder anderen Werkzeugen, da hierdurch Feinstaub mit hoher Asbestfaser-Konzentration freigesetzt werden kann.

Asbesthaltige Wände und Decken sollten Sie niemals abscheuern oder anbohren! Bedenken Sie, dass Sie sich und Ihre Nachbarschaft bei allen Arbeiten an asbesthaltigen Materialien gefährden und außerdem noch äußerst problematische Rückstände erhalten. Bis zur endgültigen Entsorgung lassen Sie deshalb diese Baustoffe möglichst unberührt.


Biotonne

Was ist die Biotonne ?
Die Biotonne ist eine braune Tonne für kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle. Alle 14 Tage (in den Sommermonaten wöchentlich) werden die Bioabfälle am Haushalt abgeholt und zur Vergärungsanlage in Schwabach gebracht.

Warum brauchen wir eine Biotonne ?
Gut ein Drittel unseres Hausmülls kann zu Kompost verarbeitet werden. Verwelkte Blumen, Kaffeefilter und vieles andere mehr landen so in Zukunft nicht mehr in der Müllverbrennung.

Was wird aus dem Bioabfall ?
Die Bioabfälle des Landkreises werden über eine Vergärungsanlage in Schwabach entsorgt. Hier wird das bei der mesophilen Vergärung (bei 37 °C) unter Luftausschluss entstehende Biogas zur Energiegewinnung genutzt und der vergorene Bioabfall anschließend mit Grüngut nachkompostiert.
Durch dieses Verfahren wird die im Biomüll enthaltene Energie optimal genutzt, ohne unsere Umwelt zu belasten. Am Ende dieses Kreislaufs entsteht hochwertiger Kompost, der den Pflanzen wieder als Dünger zugeführt werden kann.
Anders als bei der offenen Kompostierung gelten bei der Vergärung Stoffe wie Sand, Steine, Knochen und natürlich auch Kunststoffe u. Ä. als Störstoffe. Sie führen zu erhöhtem Verschleiß der mechanischen Bauteile und müssen aufwendig aussortiert werden.

Und wenn ich selbst einen Komposthaufen habe ?
Die Biotonne biete auch Eigenkompostierern eine sinnvolle Ergänzung. Kranke Pflanzenteile, samende Wildkräuter, Schalen von Zitrusfrüchten und manches Andere lassen sich in der Kompostierungsanlage besser verarbeiten als im eigenen Garten.

Ein Paar Tipps zum Umgang mit der Biotonne:

  • Legen Sie den Boden Ihrer Biotonne mit zerknülltem Zeitungspapier aus, um ein Verkleben bzw. Anfrieren des Inhalts zu vermeiden.
  • Geben Sie Ihre Küchen- u. Speiseabfälle nicht lose in die Tonne. Wickeln Sie die Abfälle in Papier (Zeitungs-, Knüllpapier, Bäckertüten etc.) - dadurch wird Feuchtigkeit gebunden und unnötige Geruchsbindung vermindert. Bitte keine Plastiktüten verwenden.
  • Sand, Steine, Äste und große Knochen stellen Störstoffe dar. Achten Sie darauf, dass weder Straßenkehricht noch sandhaltige Abfälle (Blumenerde, Laub mit Straßenkehricht, Katzenstreu u. Ä.) in Ihre Tonne gelangen.
  • Wählen Sie einen geeigneten Platz für Ihre Biotonne - im Sommer kühl und schattig, im Winter frostfrei (zumindest vor der Leerung)
  • Halten Sie den Deckel stets geschlossen, um kein Ungeziefer anzulocken.


Papiertonne

Sauberes Papier, Pappe und Karton werden über die Papiertonne ("Grüne Tonne") erfasst. Die Entleerung erfolgt einmal im Monat (Termine: siehe Landkreis Weißenburg). Größere Mengen können auch über die Wertstoff- und Recyclinghöfe entsorgt werden.

Die Ausgabestelle für die Papiertonnen ist bei den Gemeindewerken im Rathaus zu erfragen.
Bei Umzug aus dem Landkreisgebiet müssen die Papiertonnen bei der Ausgabestelle abgegeben werden, falls sie nicht der Nachmieter oder Nachbesitzer übernimmt.

Änderungen wie z. B.

- neuer Standort der Papiertonne im Landkreis (bei Wohnungswechsel)
- neuer Nutzer oder Mitbenutzer der Papiertonne

teilen Sie bitte den Gemeindewerken bzw. dem Landratsamt, Sachgebiet 12, mit.


Gelber Sack

In den „Gelben Sack“ geben Sie alle Verkaufs-Verpackungen aus Kunststoff und Verbundstoffen mit dem „Grünen Punkt“, die nicht eindeutig aus Papier, Glas oder Metall sind, wie zum Beispiel:

Tetra-Packs, Saft- und Milchtüten, Putzmittelflaschen, Joghurt- und Margarinebecher, Vakuumverpackungen, Tragetaschen, Obstverpackungen, Einwickelfolie, Einweggeschirr- und Einwegbesteck, Farbeimer (leer und ohne Metallbügel), Blumenanzuchttöpfe

Das gehört nicht in den Gelben Sack:

Dosen, Aluminium-Schalen, Papier und Kartonagen, Plastikteile wie Kinderspielzeug, Gießkannen, Schüsseln, Styropor, Spritzmittelkanister, usw.

Jeder Haushalt erhält Anfang des Jahres einen Vorrat an Gelben Säcken, die monatlich zur Abholung bereit gestellt werden können. Weitere Säcke erhalten Sie an den Recyclinghöfen, Ihrer Gemeinde (Gemeindewerke, Rathaus, I. Stock, Zimmer-Nr. 1.2), beim Landratsamt sowie bei den Entsorgungsfahrzeugen.


Restmüll

Abfälle, die nicht über die Wertstoff-Sammelsysteme (Papiertonne, Biotonne, Gelber Sack, Glas- und Altmetallcontainer, Wertstoffhöfe etc.) oder die Sperrmüll- und Sondermüllsammlung entsorgt werden können, gehören in die Restmülltonne.

Die Restmülltonne ist so zu befüllen, dass der Deckel nicht offen steht. Überfüllte Tonnen müssen nicht geleert werden!

Fällt in einem Haushalt kurzfristig mehr Abfall an, so können Sie im Rathaus (I. Stock, Zimmer 1.8) zugelassene Restmüllsäcke kaufen.

Die Leerung erfolgt 14-tägig in den ungeraden Kalenderwochen.

Was bleibt noch für die Restmülltonne?
Asche, ausgediente oder kaputte Gegenstände (z.B. Spielsachen, Glühlampen, Stifte, Tonträger), Dunsthaubenfilter, Hygieneartikel, Kehricht, Putzlappen und -bürsten, Staubsaugerbeutel, Tapetenreste, Ton-, Keramik, Porzellan- und Spiegelscherben, verschmutzte Verpackungen, Windeln, Zigarettenkippen etc.


Renovier- und Bauabfälle

Abfälle, die bei Bau- und Renovierungsarbeiten anfallen müssen soweit wie möglich nach wiederverwertbaren Stoffen sortenrein getrennt werden. Dies gilt vor allem für Folien, Umverpackungen, Styropor, Farben und Lacke, Erdaushub, Bauschutt usw.

Bauschutt:
Unter Bauschutt versteht man nur mineralische Abfälle aus Bautätigkeiten (Beton- und Mauerreste, Ziegel, Mörtelreste u. Ä.)

Dieser Bauschutt kann in Kleinmengen gegen eine geringe Gebühr im Wertstoffhof abgeliefert werden. Nähere Informationen erfahren Sie bei den Gemeindewerken im Rathaus, 1. Stock, Zimmer 1.3.
Im übrigen kann auf der Deponie der Firma Franken-Schotter in Dietfurt sowie auf der Deponie Cronheim Bauschutt abgelagert werden.

Wichtig:
Verunreinigter Bauschutt, Baustellenmischabfälle, Glas- und Steinwolle, Gipskartonplatten sowie Holzwolle-Leichtbauplatten dürfen nicht im Wertstoffhof abgelagert werden, sondern müssen über die Deponie Cronheim entsorgt werden.

Baustellenabfälle:
Unter Baustellenabfällen versteht man nichtmineralische Abfälle aus Bautätigkeiten. Hierzu zählen Reste von Baumaterialen, Bauchemikalien, Bauhilfsstoffen, Bauzubehör sowie im Zusammenhang mit Baumaßnahmen anfallendes Verpackungsmaterial. - Verwertbare Baustellenabfälle können über Containerdienst-Firmen abgefahren werden. Abfälle zur Beseitigung müssen über die Fa. Schutt-Karl entsorgt werden.


Sondermüll

Bestimmte Abfälle müssen wegen ihrer Umwelt- und Gesundheitsgefährdung unbedingt zu den Sondermüll-Sammlungen gebracht werden.

Leergebinde (Behälter, Dosen u. Ä.) aus Metall bzw. Kunststoff mit ausgehärteten Farb-, Lack- und Kleberresten werden nicht mehr angenommen. Diese können über den Hausmüll entsorgt werden. Leere Dosen und Gläser gehören in den Wertstoffcontainer.

Für Altöl besteht eine Rücknahmeverpflichtung des Gewerbes, d.h. derjenige, der Motoren- und Getriebeöl verkauft, muss Altöl auch zurücknehmen. Bei der Sondermüll- Sammlung wird Altöl nur noch in Mengen bis zu 10 l pro Anlieferer angenommen.

Liefern Sie den Sondermüll möglichst in der Originalverpackung an. Verschiedene Sonderabfälle dürfen nicht gemischt werden.

Auch für Gewerbebetreibe besteht die Möglichkeit, Kleinmengen von Sondermüll anzuliefern. Die Annahme größerer Mengen wird verweigert.

Handwerks- und Kleingewerbebetriebe können getrennt gesammelte Problemstoffe ohne Transportgenehmigung in die Anlage der Sonderabfall-Entsorgung Franken GmbH in Rednitzhembach-Igelsbach bringen. Maximal werden pro Jahr und Betrieb 2.000 kg Sondermüll zu verbilligten Konditionen angenommen.